Weckruf für die FDP

Liebe Freunde,

am 26.09.26 war ich als Ersatzdelegierter beim Landesparteitag in Balingen. Weil es organisatorisch nicht geklappt hat, habe ich keine Stimmkarte erhalten und mir deswegen eine Gästekarte besorgt.

Vom Parteitag selbst hatte ich den Eindruck, alle sind zufrieden, der Saal war gut gefüllt, von Aufbruchstimmung habe ich nicht viel mitbekommen.

Dominiert haben von unseren beiden stark gestutzten Flügel die Sozialliberalen, was sich auch bei den Vorstandswahlen schlecht für den Wirtschaftsflügel ausgewirkt hat.

Dass wir jeweils bei den letzten Wahlen aus den Parlamenten geflogen und wohl bald in keinem mehr mitbestimmen können, spielt wohl für unsere Partei keine Rolle.

Bei der zusammengefassten Sonntagsfrage Bundestagswahl von 8 Instituten, hat sich Folgendes ergeben: CDU/CSU 18 – 23%, AfD 27 – 30%, SPD 11 – 14%, Grüne 14 – 17%, Linke 10 – 12%, BSW 3 – 4%, FDP 3 – 5%.

Also ein kleiner Lichtblick, die FDP kratzt wieder an der 5% Hürde.

Aus dem tiefen Tal herauskommen werden wir aber nur, wenn alle zusammenarbeiten und auch die gestutzten Flügel nicht gegeneinander agieren.

Für mich ist klar, die FDP ist die Partei mit der meisten Wirtschaftskompetenz in Deutschland. Dies muss wieder, wie früher, mehrheitlich von den Mitgliedern getragen werden, um das verlorene Vertrauen wieder zurückzugewinnen, was aber schwer wird.

Jedem muss dann einleuchten, dass eine starke Wirtschaft die Grundlage für einen guten sozialen Staat liefert.

Wir sollten unsere Kraft nicht für Kampf gegen Rechts und Festhalten an Brandmauern verschwenden. Ich erinnere an die Devise von CDU und CSU in früheren Jahren: Freiheit statt Sozialismus.

Mitschuld am Niedergang unserer Wirtschaft ist, dass die FDP mehrfach Sozialdemokraten statt wirtschaftsorientierten Politikern zur Kanzlerschaft verholfen haben.

 

Ich hoffe, dass mein Schreiben als Weckruf verstanden wird.